Indianermuseum Derenburg, Indianermuseum in Derenburg, Deutschland
Das Indianermuseum Derenburg war ein Spezialmuseum für ethnografische Objekte und archäologische Artefakte aus Nord-, Mittel- und Südamerika, das etwa 4.000 Exponate beherbergte. Die Sammlung umfasste historische Gegenstände, Tierexponate und mehrere begehbare Rekonstruktionen wie eine Blockhütte und ein Tipi mit Schneekulisse.
Das Museum wurde 1992 von Thomas Merbt gegründet und durchlief mehrere Umzüge von Bad Wimpfen über Neckarmühlbach nach Bretten und schließlich nach Derenburg. Es blieb bis 2017 in Betrieb, bevor es endgültig geschlossen wurde.
Das Museum zeigte lebensgroße Dioramen mit realistischen Figuren und rekonstruierten Szenen aus dem täglichen Leben der Ureinwohner Amerikas. Die Besucher konnten sich in diese Darstellungen vertiefen und nachempfinden, wie Menschen in verschiedenen Klimazonen und Regionen lebten.
Das Museum war während der wärmeren Monate von Ostern bis Oktober geöffnet und empfing Besucher mittwochs bis sonntags in den Nachmittagsstunden. Die Öffnungszeiten und Eintrittspreise waren der örtlichen Touristeninformation zu entnehmen, wobei ein Besuch ohne lange Anfahrtswege vom Stadtzentrum aus möglich war.
Der Gründer Thomas Merbt erhielt 1998 von einer indigenen Gemeinde in Florida den Namen 'Turned Apple', was sein tiefes Engagement für die Bewahrung der indianischen Kultur zeigt. Diese persönliche Verbindung zur indigenen Welt prägte die Ausrichtung und Leidenschaft des gesamten Projekts.
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