Jagdschloss Sankt Meinolf, Ehemaliges Herrenhaus im Arnsberger Wald bei Möhnesee, Deutschland
Das Jagdschloss Sankt Meinolf ist ein schlossähnliches ehemaliges Herrenhaus im Unteren Arnsberger Wald bei Neuhaus, das zu Stockum in der Gemeinde Möhnesee gehört. Der 1891 erbaute und 1911 erweiterte Bau hat rundbogige und rechteckige Fenster in Steinfassungen, reiches Fachwerk in den Obergeschossen, vielgestaltige Krüppelwalmdächer und einen dekorativen Turm mit Pyramidendach und Laternenaufsatz. In der Nähe steht das denkmalgeschützte Forsthaus Wilhelmsruh von 1914 mit offenen Arkaden und darüberliegender Loggia.
Das Schloss entstand 1891 als Jagdresidenz für den Hamburger Bankier Conrad Hinrich Donner. 1911 erfuhr es eine Renovierung durch den Architekten Graf Karl-Wilhelm von Hardenberg, wodurch es seine heutige Form erhielt.
Den Namen Sankt Meinolf trägt das Haus seit 1947, als das Erzbistum Paderborn dort eine Bildungsstätte einrichtete; zuvor hieß es Wilhelmsruh, ab 1911 Conradsruh. Der Name verweist auf die kirchliche Nutzung, nicht auf einen Jagdpatron. Das benachbarte, denkmalgeschützte Forsthaus Wilhelmsruh von 1914 mit offenen Arkaden und darüberliegender Loggia bewahrt den älteren Namen.
Das Gebäude liegt im Unteren Arnsberger Wald bei Neuhaus, umgeben vom Naturschutzgebiet Arnsberger Wald, etwa fünf Kilometer südlich von Stockum in der Gemeinde Möhnesee. Seit 2014 in Privatbesitz, ist es nur von außen zu sehen; in der Nähe steht das denkmalgeschützte Forsthaus Wilhelmsruh von 1914 mit offenen Arkaden und darüberliegender Loggia.
Die Familie von Donner siedelte dank ihrer Beziehungen zum Hamburger Tierpark Hagenbeck nicht-heimisches Wild im Arnsberger Wald an; die meisten Arten sind verschwunden, nur das Sikawild hält sich dort bis heute. Der Bau ist der letzte Schlossbau im Sauerland.
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