Johanneskirche, Evangelische Kirche in Aalen, Deutschland
Die Johanneskirche ist ein protestantisches Gotteshaus nahe dem östlichen Tor des ehemaligen römischen Forts, das aus Steinen dieser antiken Anlage errichtet wurde. Das Gebäude hat einen schlichten rechteckigen Grundriss und war von Anfang an als religiöser Versammlungsort für die Gemeinde bestimmt.
Das Gebäude entstand im 9. Jahrhundert mit Materialien aus dem römischen Lager und gehört zu den ältesten religiösen Bauwerken Württembergs. Es zeigt, wie frühe Christen die Überreste von Römerorten für neue Zwecke nutzten.
Die Westmauer zeigt eine romanische Freskenmalerei aus dem frühen 13. Jahrhundert, die religiöse Szenen darstellt. Die südöstliche Seite trägt Epitaphe, die Einblicke in das Leben der Aalener Bürger um 1570 geben.
Das Gebäude liegt leicht zugänglich in der Nähe des Stadtzentrums von Aalen und ist von außen gut sichtbar. Die evangelische Gemeinde nutzt das Gotteshaus regelmäßig, weshalb Besucher bei Gottesdiensten oder nach Vereinbarung hineingehen können.
Bei Renovierungsarbeiten 1973 fanden die Arbeiter einen römischen Weihaltar für Jupiter Dolichenus in den Fundamenten des Kirchenbaus. Dieser Fund zeigt, dass an diesem Ort lange vor dem Christentum religiöse Rituale stattgefunden hatten.
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