Schloss Tenneberg, Mittelalterliche Burg in Waltershausen, Deutschland
Schloss Tenneberg ist eine Burg am nördlichen Rand des Thüringer Waldes in Waltershausen mit einem charakteristischen hufeisenförmigen Grundriss. Die Anlage vereint Bauelemente aus verschiedenen Jahrhunderten, von mittelalterlichen Mauern bis hin zu barocken Innenräumen.
Die Burg wurde erstmals 1176 als Residenz der thüringischen Landgrafen urkundlich erwähnt. Im Jahr 1640 wurde sie von den Herzögen von Sachsen-Gotha zur Jagdresidenz umgebaut, was ihr heutiges Erscheinungsbild wesentlich geprägt hat.
Die Gemälde an den Decken des Festsaals stammen vom Hofmaler Johann Heinrich Ritter aus dem frühen 18. Jahrhundert und zeigen höfische Szenen aus der Zeit der Herzöge. Wer durch die Räume geht, bekommt einen direkten Eindruck davon, wie ein thüringischer Fürstenhof im Barock ausgesehen hat.
Das Schloss liegt zentral in Waltershausen und ist zu Fuß gut erreichbar. Da einige Treppenstufen und Bodenbeläge uneben sind, empfiehlt sich festes Schuhwerk für den Besuch.
Einer der ältesten Teile der Anlage ist die Schlosskapelle, die mit einer Legende aus dem Jahr 1380 verbunden ist: Friedrich der Streitbare soll sein Kind dort taufen lassen haben, während er einer Belagerung entkam. Diese Geschichte macht die Kapelle zu einem der persönlichsten Orte auf dem gesamten Gelände.
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