Marienglashöhle, Schauhöhle und ehemaliges Bergwerk in Friedrichroda, Deutschland.
Die Marienglashöhle ist eine Karsthöhle im Thüringer Wald, die durch natürliche Höhlenräume und alte Stollen verbunden ist, mit glitzernden Kristallformationen in verschiedenen Kammern. Die unterirdische Struktur umfasst mehrere Ebenen und Gänge, die zusammen ein labyrinthisches System aus Natur und bergbaulicher Arbeit bilden.
Die erste Bergbauaktivität begann 1775 mit der Suche nach Kupfer, doch nach dem Fund von Gipslagerstätten 1778 verlagerte sich der Fokus vollständig auf die Gipsgewinnung. Der Abbau setzte sich bis Anfang des 20. Jahrhunderts fort, bevor die Aktivitäten eingestellt wurden.
Der Ort trägt seinen Namen von den gelblich leuchtenden Glaskristallen, die in früheren Zeiten wie Marienglas erschienen und die Phantasie der Menschen regten. Besucher können heute noch sehen, wie diese Kristalle in den Grotten glitzern und die unterirdischen Räume mit ihrem natürlichen Glanz erfüllen.
Das Innere bleibt das ganze Jahr über kühl, etwa 8 bis 10 Grad Celsius, daher sollte man auch im Sommer warme Kleidung mitnehmen. Besuche erfolgen in geführten Gruppen über etwa 45 Minuten, wobei der Weg durch die Kammern und Gänge einigermaßen sicher ist, aber festes Schuhwerk empfohlen wird.
Die sogenannte Kristallgrotte ist etwa sieben mal zehn Meter groß und zeigt Gipskristalle, die bis zu 90 Zentimeter lang werden und unter künstlichem Licht funkeln. Dieses Spektakel unterirdischer Mineralschönheit ist der Höhepunkt für viele Besucher, die sonst nur selten derart große natürliche Kristalle sehen.
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