Jüdisches Kulturmuseum Veitshöchheim, Jüdisches Museum und Synagoge in Veitshöchheim, Deutschland.
Die Synagoge Veitshöchheim mit angeschlossenem Jüdischen Kulturmuseum befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Wohnhauses und zeigt die Lebensgeschichte jüdischer Gemeinden in Franken. Das Museumsgepäck umfasst ein restauriertes Gebäude aus dem Jahr 1730, Wohnräume und einen modernen Erweiterungsbau mit Archiven und Seminarflächen.
Das Gebäude wurde 1730 als Synagoge errichtet und diente bis 1940 als Ort der Andacht, bevor es zur Feuerwache umgenutzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann man ab den 1980er Jahren mit der Restauration und Umwandlung zu einem Museum zur Bewahrung jüdischer Geschichte in der Region.
Der Name 'Veitshöchheim' bezieht sich auf die Lage des Ortes, und die Ausstellung zeigt, wie jüdische Familien über Jahrhunderte hinweg in diesem Dorf lebten und das Gemeinschaftsleben prägten. Besucher sehen heute noch, wie Synagoge und Wohnhaus nebeneinander stehen und die enge Verbindung zwischen religiösem und alltäglichem Leben widerspiegeln.
Das Museum ist von März bis Oktober mittwochs bis sonntags geöffnet und es können Führungen nach Absprache vereinbart werden. Der Besuch funktioniert gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da der Ort zentral im Dorf liegt und leicht erreichbar ist.
Im Dachboden der Synagoge wurde eine Geniza entdeckt, ein versteckter Aufbewahrungsort mit religiösen Texten aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Diese Fund gehört zu den größten Sammlungen ihrer Art in deutschsprachigen Ländern und zeigt, wie Gemeinden ihre heiligen Gegenstände verwahrten.
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