Jüdischer Friedhof, Jüdischer Friedhof in Unkel, Rheinland-Pfalz
Der Jüdische Friedhof Unkel ist ein jüdischer Friedhof in Unkel, einer Kleinstadt in Rheinland-Pfalz, und steht als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. Er liegt am Hohen Weg, Ecke Simon-Levy-Straße, und zeigt heute noch acht erhaltene Grabsteine mit Inschriften auf Hebräisch und Deutsch.
Die jüdische Gemeinde kaufte das Grundstück im April 1877, und die erste Beisetzung fand im August 1879 statt. Während der NS-Zeit wurden die Grabsteine im August 1941 entfernt und in eine Kiesgrube geworfen; nach dem Krieg wurden acht davon gefunden und wieder aufgestellt.
Der jüdische Brauch, kleine Steine statt Blumen auf Grabsteine zu legen, ist auch hier zu beobachten. Dieser Brauch steht für eine dauerhafte Verbindung zu den Verstorbenen und unterscheidet jüdische Friedhöfe von anderen Begräbnisstätten.
Der Friedhof ist frei zugänglich und liegt am Hohen Weg, Ecke Simon-Levy-Straße; eine Hinweistafel am Eingang hilft bei der Orientierung. Da der Ort klein und ohne Führung ist, genügt ein kurzer Besuch, aber Stille und Rücksicht sind angebracht.
Vor der Eröffnung des Friedhofs wurden die Toten aus Unkel in Nachbarstädten wie Linz oder Bad Honnef beerdigt. Nachdem die Grabsteine 1941 in eine Kiesgrube geworfen worden waren, konnten nur acht davon geborgen werden, weshalb heute nur noch ein kleiner Teil der ursprünglichen Belegung sichtbar ist.
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