Weberhaus, Mittelalterliches Gildehaus am Moritzplatz, Augsburg, Deutschland
Das Weberhaus ist ein dreistöckiges Gebäude am Moritzplatz mit kunstvoll bemalter Fassade, auf der Gemälde aus dem frühen 17. Jahrhundert zu sehen sind. Sein Inneres beherbergt ein beeindruckendes Gewölbe mit mittelalterlichen Kunstwerken, die die Handwerkskunst seiner Zeit zeigen.
Das Gebäude wurde 1389 gegründet und diente lange Zeit als Treffpunkt der Weberzunft, bevor sich die Zunftsysteme 1548 grundlegend änderten. Diese Umgestaltung führte zu neuer Nutzung des Hauses, wobei seine kunstvolle Ausstattung für die Geschichte Augsburgs erhalten blieb.
Das Haus zeigt an seinen Wänden biblische Szenen und Geschichten aus dem Leben Alexanders des Großen, die für die Kaufleute und Handwerker der Stadt wichtig waren. Diese Bilder erzählen von den Werten und Interessen der wohlhabenden Weberzunft in ihrer Blütezeit.
Das Gebäude ist im Stadtzentrum leicht zu erreichen und kann von außen betrachtet werden, wobei die bemalten Fassaden auch von der Straße aus sichtbar sind. Für einen tieferen Einblick sollten Besucher regelmäßige Öffnungszeiten überprüfen, da das Innere nur zu bestimmten Gelegenheiten zugänglich ist.
Viele der ursprünglichen Kunstwerke aus dem Gewölbe wurden später ins Bayerische Nationalmuseum gebracht, wo sie heute als Teil einer großen spätgotischen Sammlung zu sehen sind. Dies macht das Haus zu einem Ort, an dem Geschichte in zwei Orte verteilt ist und die Besucher Augsburgs Geschichte an mehreren Stellen entdecken können.
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