Kloster Merten, Architektonisches Erbe Kloster in Eitorf, Deutschland.
Kloster Merten ist ein Architekturdenkmal in Eitorf, Nordrhein-Westfalen, das eine romanische Basilika mit zwei Türmen und einer Umfassungsmauer umfasst. Um 1909 wurde das Ensemble durch ein neobarockes Gebäude mit einer Orangerie ergänzt, die bis heute auf dem Gelände erhalten ist.
Das Kloster wurde erstmals 1217 urkundlich erwähnt und von Gräfin Mathilde von Sayn als Augustinerinnenkonvent gegründet. Im Jahr 1582 schloss es sich mit einem benachbarten Konvent zusammen und bildete fortan eine gemeinsame Gemeinschaft.
Die Klosterkirche zeigt spätromanische Bauformen mit zwei markanten Türmen, die das Gebäude von weitem erkennbar machen. Im Inneren befinden sich Grabstätten regionaler Adelsfamilien, die die enge Verbindung zwischen dem Konvent und der lokalen Oberschicht des Mittelalters sichtbar machen.
Das Gelände wird heute als Pflegeeinrichtung genutzt, aber der Park und die Orangerie sind für Besucher zugänglich, die dort eine Cafeteria vorfinden. Ein Besuch lohnt sich besonders an ruhigeren Wochentagen, wenn das Gelände weniger belebt ist.
Auf dem Gelände steht eine sogenannte Gloriette, ein als Aussichtspunkt gestaltetes Täuschungsgebäude mit Blick auf die Sieg. Solche Glorietten wurden im 18. Jahrhundert als dekorative Gartenbauten in adeligen Anlagen errichtet und sind heute selten erhalten.
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