Benediktiner-Doppelkloster Thedinga, Benediktinerkloster in Nüttermoor, Deutschland
Das Benediktiner-Doppelkloster Thedinga war ein Klosterkomplex bei Nüttermoor mit getrennten Wohnbereichen für Mönche und Nonnen des Benediktinerordens. Das Gelände umfasste einst etwa 283 Hektar Land und bildete einen großen religiösen Besitztum in der Region.
Das Kloster wurde 1270 erstmals schriftlich erwähnt und erlitt 1399 eine Zerstörung durch Widzeld tom Brok. Acht Jahre später begannen Wiederaufbauten, und die religiöse Gemeinschaft setzte ihre Arbeit bis 1616 fort.
Das Kloster war ein Ort, wo Mönche und Nonnen zusammen lebten und beteten, was für seine Zeit ungewöhnlich war. Die Orgel aus dem Kloster wurde später in die St. Georg-Christophorus-Jodokus-Kirche in Stellichte gebracht und erinnert noch heute an die religiöse Bedeutung des Ortes.
Das Gelände ist heute frei zugänglich, aber von den ursprünglichen Gebäuden stehen keine Strukturen mehr aufrecht. Besucher können über das Gelände wandern und sich die Überreste der ehemaligen Anlage ansehen, um ein Gefühl für die ehemalige Größe und Ausdehnung des Komplexes zu bekommen.
Die letzte bekannte Vorsteherin war Priorin Frauke von Jemgum, deren Name die Geschichte der Gemeinschaft bis zum Ende bewahrt hat. Sie repräsentiert die lange Kontinuität dieser Doppelklostergemeinschaft über mehrere Jahrhunderte hinweg.
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