Orgel der Großen Kirche, Orgel in der Große Kirche, Leer, Deutschland
Die Orgel der Großen Kirche in Leer verfügt seit der 2018 abgeschlossenen Restaurierung durch Hendrik Ahrend über 48 Register auf drei Manualen und Pedal. Zwölf Register sind ganz oder teilweise historisch, einige stammen aus dem 16. Jahrhundert. Das Gehäuse mit barockem Schnitzwerk von Albertus Antonius Hinsz (1763–1766) hat heute zwei Rückpositive links und rechts, die Paul Ott 1953–1955 schuf.
Die Geschichte der Orgel beginnt im Kloster Thedinga, für das Andreas de Mare um 1570 vermutlich ein Instrument schuf. 1609 vermachte Graf Enno III. sie der Reformierten Kirchengemeinde in Leer, und Marten de Mare baute sie in der alten Liudgeri-Kirche wieder auf. Albertus Antonius Hinsz baute sie 1763–1766 mit einem neuen barocken Gehäuse um, und 1787 überführte Johann Friedrich Wenthin sie in die heutige Kirche, die 1785–1787 errichtet wurde.
Die ältesten Pfeifen stammen aus der Zeit vor 1609, als Marten de Mare sie für die Reformierte Gemeinde umarbeitete; zwölf Register sind ganz oder teilweise historisch. 1787 zog das Instrument mit der Gemeinde in die 1785–1787 erbaute neue Kirche um, wo Johann Friedrich Wenthin die kleinen Pfeifen neu ordnete. Seit der Restaurierung durch Hendrik Ahrend 2018 verfügt es über 48 Register auf drei Manualen und Pedal und ist damit die größte Orgel Ostfrieslands.
Die Orgel steht auf der Ostempore der 1785–1787 erbauten Großen Kirche; der freistehende Spieltisch aus Paul Otts Umbau von 1953–1955 ist zum Schiff gerichtet. Seit der 2018 abgeschlossenen Restaurierung durch Hendrik Ahrend hat das Instrument 48 Register auf drei Manualen und Pedal. Auffällig sind die beiden Rückpositivgehäuse, die Ott links und rechts neben dem Hauptwerk aufstellte.
Zwölf Register sind ganz oder teilweise aus der Zeit vor 1900 erhalten, darunter Pfeifen, die vor 1609 ein Orgelbauer der Familie de Mare schuf und die Marten de Mare 1609 umarbeitete. 1917 wurden die zinnhaltigen Prospektpfeifen mit 227 kg Gewicht für Rüstungszwecke abgegeben und 1924 von Klassmeier durch Zinkpfeifen ersetzt.
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