Haneburg, Renaissance-Schloss in Leer, Deutschland
Die Haneburg ist ein zweiflügeliges Wohnschloss aus rotem Backstein am Ende der von Kastanien gesäumten Haneburgallee in der niederländisch beeinflussten Altstadt von Leer. Der südliche Renaissanceflügel mit Torbogen stammt von 1621, der Nordflügel von 1671; die beiden Flügel treffen im rechten Winkel aufeinander. Inschriften über dem Torbogen und dem Haupteingang nennen diese Jahreszahlen.
Hayo Unken, Häuptling von Leer, ließ das Schloss Mitte des 15. Jahrhunderts errichten; über die Familie Frese kam es an die Familie Hane, die ihm den Namen gab. 1621 fügte Joest Hane, Drost des Grafen von Ostfriesland zu Stickhausen, den südlichen Renaissanceflügel hinzu, und sein Sohn Dietrich Arnold Hane baute 1671 den Nordflügel. 1908 kaufte die Stadt Leer das Gebäude; nach 1945 diente es als Altersheim, von 1973 bis 1976 renovierte es der Landkreis Leer.
Der Name des Hauses geht auf die Familie Hane zurück, in deren Besitz es nach der Familie Frese gelangte. Inschriften über dem Torbogen und dem Haupteingang nennen die Bauphasen von 1621 und 1671. Heute nutzt die Volkshochschule für Stadt und Landkreis Leer das Gebäude; zeitweise finden dort Kunstausstellungen und Tagungen statt.
Das Schloss liegt in der Haneburgallee 8 und ist für Besucher zugänglich, die den Park und die Außenbereiche erkunden können. Es ist empfehlenswert, genug Zeit für einen Spaziergang durch die Grünflächen einzuplanen.
An beiden Flügeln sind datierte Inschriften bis heute zu lesen: über dem Torbogen zur Wohnburg erinnert ein Text an den Bau durch Joest Hane 1621, über dem Haupteingang nennt ein weiterer Didrich Arend Hane und Anna Margareta von Kniphausen, begonnen am 3. Juni und vollendet am 30. September 1671.
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