Schloss Caspersbroich, Mittelalterliches Schloss in Solingen, Deutschland
Schloss Caspersbroich ist eine ehemalige Adelssitz aus dem Mittelalter in Solingen, bestehend aus verschiedenen Bauteilen unterschiedlicher Epochen. Das Anwesen verbindet einen zweigeschossigen Steinbau mit Keller und einen dreigeschossigen Fachwerktrakt mit polygonalen Erkerfenstern.
Ein Ritter namens Caspar von Pertsdorf erwarb die Anlage 1438 und wandelte sie von einem einfachen Bauernhof in eine befestigte Residenz um. Die Familie trug damit zu einer wichtigen Entwicklung der adeligen Wohnkultur in Bergisch Land bei.
Das Gebäude zeigt, wie Adlige in dieser Region ihre Häuser im Laufe der Jahrhunderte veränderten und anpassten. Man sieht deutlich, wie verschiedene Baustile nebeneinander bestehen und die Geschichte der Familie im Mauerwerk sichtbar wird.
Das Schloss beherbergt heute mehrere Wohnungen und ist für Besucher nicht im Inneren zugänglich, da es privatem Wohnraum dient. Man kann die äußere Architektur vom Grundstück aus betrachten und die verschiedenen Bauphasen von außen erkennen.
In den 1860er Jahren baute die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft einen Bahnkörper direkt vor dem Schloss, was die Nähe zu modernen Verkehrswegen deutlich machte. Dies war ein Zeichen dafür, wie schnell sich die Region industrialisierte, während das alte Schloss daneben weiterbestand.
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