Nikolaus-Kapelle, Kirchengebäude in Köln-Westhoven
Die Nikolauskapelle ist eine kleine romanische Kapelle in Westhoven mit schlichter rechteckiger Form, dicken Bruchsteinmauern und Schieferdacheindeckung. Das Innere zeigt eine einfache Ausstattung mit Rundbogenfenstern, weißem Verputz und einem aufgesetzten Dachreiter mit zwei Bronzeglocken, von denen eine aus dem 17. Jahrhundert stammt.
Die Kapelle wurde um 1100 als Gebetsort für die Dorfbewohner von Westhoven errichtet und war ursprünglich mit der St. Heribert Abtei in Deutz verbunden. Während der französischen Besatzung Ende des 18. Jahrhunderts blieb die Kapelle verschont, während große Teile Westhovens zerstört wurden.
Die Nikolauskapelle ist dem heiligen Nikolaus gewidmet, dem Schutzpatron von Seeleuten und Kaufleuten, was die enge Verbindung der Kapelle zur nahen Rheinschifffahrt widerspiegelt. Der Ort diente über Jahrhunderte als Gebetsplatz für Dorfbewohner und Reisende, die hier innehielten, um Segen für ihre Unternehmungen zu erbitten.
Der Ort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und befindet sich in Nähe zum Rhein, was das Spaziergang dorthin angenehm macht. Der Friedhof rundum und der einfache Zugang ermöglichen einen lockeren Rundgang ohne besondere Vorbereitung.
Die kleinere der beiden Bronzeglocken wurde 1676 in Köln gegossen und trägt den Namen des Gießers Johann Heinrich Wickrath eingraviert. Diese Glocke erklingt bis heute, während die größere Glocke von 1850 erst später hinzukam und das Geläut vervollständigte.
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