Villa Malta, Jugendstilvilla in Rodenkirchen, Deutschland.
Die Villa Malta ist eine burgähnliche Villa im Jugendstil an der Hauptstraße 11 in Rodenkirchen, erbaut 1904/05. Ihr Turm an der Rheinfront ist teilweise dem Belfried der Tuchhallen in Ypern nachempfunden, ein Verweis auf die belgische Herkunft der Ehefrau des Bauherrn. Die Galerie im Obergeschoss zeigt dorische Säulen und Metopen nach Vorbild griechischer Tempel.
1904/05 als Villa Antonia für Eduard Steisel, Bürgermeister von Rondorf, nach Plänen der Brüder Schauppmeyer errichtet, wurde sie maßgeblich von seiner belgischen Frau Angonia finanziert. 1919 kaufte der Fabrikant Heinrich Rodenkirchen das Anwesen; nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es in Villa Maria umbenannt. 1971 erwarb der Malteserorden die Villa und gab ihr den heutigen Namen; seit 1986 ist sie in Eigentumswohnungen aufgeteilt und wurde am 22. Oktober 1986 als Baudenkmal eingetragen.
Innen finden sich Säulen im griechischen Stil und Wandfelder mit klassischen Mustern auf der oberen Galerie. Der Raum zeigt, wie wohlhabende Hausbesitzer um 1900 ihre Bildung und ihren Geschmack durch antike Gestaltung ausdrückten.
Das Gebaude wurde 1986 in Wohnungen umgewandelt und ist heute von außen einsehbar, befindet sich aber in Privatbesitz. Der Ort liegt direkt am Rheinufer, was mit offenen Augen leicht zu erreichen ist, besonders wenn man den Flusspfaden folgt.
Große Buchstaben mit dem Namen Villa Malta sind auf der dem Rhein zugewandten Seite des Turms deutlich sichtbar. Diese Beschriftung zeigt, wie der Name des Gebaudes mit dem Fluss selbst verbunden ist und dient Passanten als Erkennungszeichen.
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