Marienburg, Architekturdenkmal in Marienburg, Deutschland
Die Marienburg ist eine klassizistische Villa, die 1844/45 für den Kaufmann Paul Joseph Hagen errichtet wurde und ihre heutige Gestalt durch Umbauten 1891/92 und 1906/07 erhielt. Sie steht auf einer 57 m hohen Anhöhe in einem 52.000 m² großen Park. Die helle Fassade zeigt einen Mittelteil mit vier hohen dunklen Öffnungen zwischen Pfeilern, ein Flachdach mit niedriger Balustrade und ein kleines zentrales Dacherker.
Paul Joseph Hagen, Kölner Kaufmann und Bodenspekulant, ersteigerte im Oktober 1843 den ehemaligen Galgenberg von Rondorf und ließ dort 1844/45 den Landsitz Marienburg errichten, vermutlich nach einem Entwurf von Johann Peter Weyer. Nach einem Brand um 1890 baute der Architekt Josef Crones die Villa 1891/92 wieder auf; weitere Umbauten 1906/07 gaben ihr die heutige Gestalt.
Die Villa gab dem gesamten Stadtteil seinen Namen: Paul Joseph Hagen benannte sie nach seiner Tochter (Anna) Maria Jacobie Adelaide, vermutlich im Zusammenhang mit seinem nahen Gut Alteburg. Ab 1879 diente das Haus als Restaurationsbetrieb mit Konzertveranstaltungen und wurde zu einem der beliebtesten Ausflugslokale der Kölner, erreichbar mit der neuen Pferdebahn und einem Raddampfer.
Sie können das Marienburg mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, die mit Köln und der Umgebung verbunden sind. In der Nähe gibt es Parkplätze, falls Sie mit dem Auto anreisen möchten.
Die Villa wurde dem Neuen Pavillon (1824/25) in Berlin-Charlottenburg nachempfunden; ihr charakteristisches Merkmal war eine umlaufende Balustrade im Dachbereich. Ihren Namen erhielt sie nach Hagens Tochter (Anna) Maria Jacobie Adelaide, vermutlich in Verbindung mit seinem nahen Gut Alteburg.
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