Benediktinerkloster Prüll, später Kartause, Religiöses Erbekomplex in Regensburg, Deutschland.
Die Prüller Kartause ist ein religiöser Komplex mit einer romanischen Hallenkirche und erhaltenen klösterlichen Gebäuden in Regensburg. Die Anlage befindet sich heute auf dem Gelände der Universitätsklinik Regensburg und verbindet mittelalterliche Architektur mit moderner medizinischer Nutzung.
Der Komplex entstand 997, als Bischof Gebhard I. und sein Bruder Rapoto ein Benediktinerkloster zu Ehren des Heiligen Vitus gründeten. Im Jahr 1484 transformierte es sich unter Unterstützung von Herzog Albrecht IV. zu einem Kartäuserkloster und veränderte damit seinen monastischen Charakter.
Die Kartause war ein Ort stiller Kontemplation, wo Mönche in Einzelzellen lebten und nur zu gemeinsamen Gebeten zusammenkamen. Diese Form des klösterlichen Lebens prägte den Charakter des Ortes und bestimmte seine räumliche Anordnung.
Der Ort befindet sich innerhalb eines funktionierenden Krankenhauses und ist daher nur begrenzt öffentlich zugänglich. Besucherinnen und Besucher sollten sich vorher informieren, welche Bereiche des Geländes betreten werden dürfen.
Die ursprünglichen Buntglasfenster des Klosters wurden in das Bayerische Nationalmuseum in München verlegt, wo sie heute für die Öffentlichkeit ausgestellt sind. Diese Verlegung bewahrte die kostbaren Kunstwerke vor Beschädigungen, die durch die Umnutzung des Geländes entstanden wären.
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