Krankenhaus Moabit, Medizinisches Kulturdenkmal in Moabit, Berlin, Deutschland.
Krankenhaus Moabit ist ein ehemaliges Krankenhaus in Berlin-Mitte, das durch seine roten Backsteinfassaden und symmetrische Anordnung der Gebäude besticht. Die Anlage zeigt die typische Layout-Struktur eines großen Krankenhauskomplexes mit mehreren verbundenen Pavillons aus der Zeit um 1900.
Das Krankenhaus entstand 1872 als Reaktion auf die Cholera-Epidemie und entwickelte sich bis 1920 zu einem bedeutenden medizinischen Zentrum mit Lehr- und Forschungsangeboten. Im 20. Jahrhundert diente es als Ausbildungsstätte für Ärzte und Krankenschwestern, bevor es 2001 geschlossen wurde.
Das Gebäude prägt das Stadtbild von Moabit mit seiner massiven Ziegelfassade und zeigt, wie wichtig medizinische Einrichtungen für die Entwicklung des Bezirks waren. Menschen aus der Nachbarschaft sehen in diesem Ort einen Teil ihrer lokalen Geschichte und ein Beispiel für praktische Medizin im städtischen Raum des 19. Jahrhunderts.
Das Gebäude liegt in guter Erreichbarkeit durch die öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin-Mitte und ist leicht zu Fuß zu erreichen. Besuchende sollten beachten, dass nicht alle Teile des komplexes frei zugänglich sind, es wird empfohlen, die aktuelle Zugänglichkeit vorher zu überprüfen.
Der Mediziner Werner Forssmann führte 1929 in diesem Krankenhaus das erste Experiment mit Herzkatheterisierung durch, was Pionierarbeit für die moderne Kardiologie darstellte. Diese Leistung brachte ihm später einen Nobelpreis, obwohl sie damals zunächst umstritten war.
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