Leonhardstein, Berggipfel in Bayern, Deutschland
Der Leonhardstein ist ein Felsturm im bayerischen Alpenvorland, nahe Wildbad Kreuth, der sich durch senkrechte Kalksteinwände und eine ausgeprägte Felsspitze auszeichnet. Der Berg gliedert sich in mehrere Klettersektoren, die sich nach Ausrichtung und Schwierigkeitsgrad unterscheiden.
Die ersten Menschen, die regelmäßig durch dieses Gebiet stiegen, waren Bauern, die im Sommer ihre Herden auf die Almweiden trieben. Im Laufe des 20. Jahrhunderts nutzten Kletterer diese Pfade und verwandelten sie schrittweise in die heutigen Kletterrouten.
Der Name Leonhardstein bezieht sich auf den heiligen Leonhard, den Schutzpatron der Bauern und Tiere, was auf eine frühere Verbindung dieser Felslandschaft zur bäuerlichen Welt hinweist. Heute dienen die Felswände fast ausschließlich als Klettergebiet, das von Bergsteigern aus der gesamten Region aufgesucht wird.
Der Parkplatz an der B307 nahe Wildbad Kreuth ist der übliche Ausgangspunkt, und die Wege sind gut markiert. Wer die Felsnadel zum ersten Mal besucht, sollte die Schwierigkeitseinstufungen der Sektoren im Voraus prüfen, da die Routen stark variieren.
Der westliche Sektor des Felsens wird jedes Jahr von März bis Juli gesperrt, damit brütende Vögel nicht gestört werden. Diese saisonale Regelung ist ungewöhnlich klar und wird von Kletterern in der Region weitgehend respektiert.
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