Künstler-Nekropole, Friedhof, Skulpturengarten und Park in Kassel, Deutschland
Die Künstler-Nekropole ist ein Friedhof, Skulpturengarten und Parkgelände am Blauen See im Habichtswald bei Kassel, im Stadtteil Harleshausen. Das Gelände liegt auf einem ehemaligen Basaltsteinbruch und ist von Wald umgeben, in dem rund 40 Grabstellen in die natürliche Umgebung eingebettet sind.
Die Idee für die Künstler-Nekropole entstand Anfang der 1980er Jahre durch den Künstler Harry Kramer, der eng mit der documenta in Kassel verbunden war. Er wollte einen Ort schaffen, an dem Künstler ihre eigenen Grabmäler zu Lebzeiten entwerfen können, inspiriert von historischen Parkfriedhöfen.
Der Weg zu den Grabmalen ist mit dem Zeichen 22 markiert und führt durch den Wald rund um den Blauen See. Man kann vom Parkplatz an der Ahnatalstraße zu Fuß starten oder mit dem Bus bis zur Haltestelle Sonnenhang fahren, von wo aus ein gut ausgeschilderter Waldweg beginnt.
Harry Kramer, der Gründer des Projekts, ließ sich 1997 ohne jedes Grabmal und anonym bestatten, obwohl er die Stätte für andere Künstler entworfen hatte. Eine weitere Besonderheit: Das Werk des Malers Blalla W. Hallmann, der vor Fertigstellung seines Grabmals starb, wird in der Nähe als Gemälde ausgestellt.
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