Lauenturm, Mittelalterlicher Wehrturm in Bautzen, Deutschland
Der Lauenturm ist ein Wehrturm in Bautzen mit einer Höhe von 53 Metern und massiven Steinmauern, die aus dem frühen 15. Jahrhundert stammen. Das Bauwerk zeigt eine charakteristische mittelalterliche Architektur mit breiten Außenmauern und einer kompakten Struktur, die typisch für Verteidigungsanlagen dieser Epoche ist.
Der Turm wurde zwischen 1400 und 1403 errichtet, nachdem der Stadtrat Baumaterialien beschlagnahmt hatte, die ursprünglich für die Burg Ortenburg bestimmt waren. Dieser Bau entstand aus Spannungen zwischen der Stadt und regionalen Machthabern und prägt seitdem das Stadtbild von Bautzen.
Der Name des Turms geht auf das Symbol des zweischwänzigen Löwen aus dem Böhmischen Reich zurück, das an dem Stadttor zur Böhmen hin angebracht war. Diese heraldische Darstellung prägt bis heute das Erscheinungsbild und die Identität des Bautzener Wahrzeichens.
Ein Treppenaufstieg mit etwa 136 Stufen führt hinauf zu einer Aussichtsplattform mit Blicken über die Altstadt und die Umgebung der Oberlausitz. Das Besteigen erfordert körperliche Anstrengung, bietet aber eine belohnende Perspektive auf die Stadt und die Landschaft rundherum.
Der Turm diente im 16. Jahrhundert als Hochsicherheitsgefängnis und beherbergte eine Glocke, die von 1615 bis 1865 bei Hinrichtungen geläutet wurde. Diese düstere Funktion ist heute wenig bekannt, machte aber das Bauwerk zu einem gefürchteten Ort in der Stadtgeschichte.
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