Max-Samuel-Haus, Jüdisches Kulturzentrum in Rostock, Deutschland
Das Max-Samuel-Haus ist ein in einer historischen Villa untergebrachtes Zentrum für jüdische Kultur und Geschichte in Rostock. Das Gebäude beherbergt Ausstellungen, eine spezialisierte Bibliothek und umfangreiche Archive zur jüdischen Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns.
Das Gebäude entstand 1912 nach dem Entwurf des Architekten Paul Korff und war lange Zeit Wohnhaus des Unternehmers Max Samuel. Nach 1939 wurde es zweckentfremdet und diente während des Krieges als Laboratorium, bevor es später seine heutige Funktion erhielt.
Das Haus trägt den Namen des jüdischen Unternehmers Max Samuel, dessen Präsenz in der Stadt bis heute nachwirkt. Besucher können hier Lesungen, Konzerte und Ausstellungen erleben, die jüdische Persönlichkeiten und deren Geschichten aus der Region lebendig werden lassen.
Das Zentrum verfügt über einen umfassenden Bestand an Ressourcen und Publikationen zur Erkundung der jüdischen Geschichte der Region. Besucher sollten planen, Zeit für die Ausstellungen und die Bibliothek einzuplanen, um die angebotenen Inhalte vollständig zu würdigen.
Das Haus verwaltet das Stolpersteine-Projekt, das Gedenksteine in die Gehwege Rostocks verlegt, um ehemalige Wohnorte von Opfern zu markieren. Diese dezentralisierten Mahnmale erzählen persönliche Geschichten, indem sie die Namen und Daten direkt in das Stadtbild integrieren.
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