Mannesmann-Haus, Verwaltungsgebäude im Stadtteil Carlstadt, Düsseldorf, Deutschland
Das Mannesmann-Haus ist ein Bürogebäude im Reformarchitektur-Stil, das eine rechteckige Form mit einer Kalksteinfassade und aufgesetzten Dachziegel aufweist. Die Struktur kombiniert große, regelmäßig angeordnete Fenster, steinerne Fundamente und obere Geschosse aus Tuffstein unter einem geneigten Dach.
Das Gebäude entstand zwischen 1911 und 1912 als Verwaltungszentrum für Mannesmannröhren-Werke AG, einen großen Industriekonzern der Zeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte es zunächst die französische und britische Besatzungsmacht.
Das Gebäude spiegelt die Reformarchitektur-Bewegung wider, die versucht hatte, modernes Design mit handwerklichen Traditionen zu verbinden. Die schlichte Fassade mit ihren gleichmäßigen Fensterreihen zeigt diese Philosophie, die Schönheit und Funktionalität nicht als Gegensätze betrachtete.
Der Zugang zum Gebäude erfolgt von der Straße, und die Außenfassade ist von der Carlstadt aus gut sichtbar. Das Innere war mit flexiblen Trennwänden und standardisierten Büromodulen ausgestattet, die auch heute noch Hinweise auf die ursprüngliche Nutzung zeigen.
Das Gebäude war ein Gemeinschaftsprojekt bedeutender Architekten seiner Zeit: Peter Behrens, Le Corbusier, Mies van der Rohe und Walter Gropius arbeiteten gleichzeitig daran mit. Diese seltene Zusammenarbeit machte das Projekt zu einem experimentellen Testfeld für moderne Büroarchitektur.
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