Mittlerer Pfauenteich, Stausee in Deutschland
Der Mittlerer Pfauenteich ist ein künstlich angelegtes Wasserreservoir in Clausthal-Zellerfeld und Teil einer Kette historischer Stauanlagen aus dem 16. Jahrhundert. Der etwa 10 Meter hohe Erddamm ist rund 200 Meter lang und wird vom Zellbach gespeist, wobei die Wasserfläche ganzjährig von Wald umgeben ist.
Der Teich wurde spätestens im frühen 16. Jahrhundert gebaut und war Teil des Oberharzer Wassersystems zur Versorgung der Bergwerke. Die Anlage wurde mehrfach erhöht und im 18. Jahrhundert verstärkt, überstand Kriegsbeschädigungen und wurde zum Hochwasserschutz umfunktioniert.
Der Teich ist Teil des Oberharzer Wasserwirtschaftssystems, das die Bergbaukultur der Region prägt. Besucher können hier nachvollziehen, wie Wasser als lebensnotwendige Ressource für die Arbeit unter Tage genutzt wurde.
Der Teich ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad über den Wasserwanderweg 'Hirschler Teich / Pfauenteiche' erreichbar, ohne direkte Parkplätze vor Ort. Besucher sollten auf den markierten Wegen bleiben, da Badepausen und Fischen nicht erlaubt sind und das Wasser geschützt ist.
Zwei kleine Wächterhäuser stehen auf der Krone des Dammes, von denen eine noch heute zur Wasserkontrolle genutzt wird. Diese historischen Bauwerke ermöglichten Bergbauarbeitern, den Wasserfluss gezielt zu lenken und verschiedene Teile des Minensystems zu versorgen.
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