Nachrichtenbunker Gisela, Kommunikationsbunker aus dem Kalten Krieg in Giessen, Deutschland.
Der Nachrichtenbunker Gisela ist eine unterirdische Militäranlage in Gießen, Deutschland, die in vier Kommandoebenen aufgeteilt ist, die in zwei Gruppen namens Hansa I und Hansa II organisiert sind. Die Räume sind von etwa 1 Meter dicken Betonwänden umgeben, die als Schutz gegen Bombenangriffe gebaut wurden.
Der Bunker wurde 1934 auf dem Gelände der Verdun-Kaserne errichtet und diente bis März 1945 als Fernmeldeanlage der deutschen Wehrmacht. Nach dem Krieg wurde die Anlage schrittweise für zivile Zwecke umgenutzt.
Der Bunker beherbergt heute den Musik- und Kunstverein Gießen, der Ausstellungen und Veranstaltungen in einem der Gebäude organisiert. Besucher können dort aktuelle Kunst erleben und Menschen treffen, die sich für Musik und bildende Kunst interessieren.
Der Standort wird heute teilweise als Büro- und Bildungsraum genutzt, und nicht alle Bereiche sind öffentlich zugänglich. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch zu prüfen, welche Teile der Anlage besichtigt werden können.
1992 entdeckten Taucher in einem der überfluteten Kommandoräume Brandspuren und zurückgelassene Militärausrüstung. Diese Funde geben einen konkreten Einblick in die letzten Wochen des Krieges an diesem Standort.
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