Grumsiner Forst/Redernswalde, Naturschutzgebiet und UNESCO-Welterbe in Brandenburg, Deutschland.
Der Grumsiner Forst ist ein Waldschutzgebiet in der Mark Brandenburg mit ausgedehnten Buchenwäldern, natürlichen Seen und verschiedenen Waldtypen, die sich über mehrere Gemeinden erstrecken. Die Landschaft zeigt die charakteristische Struktur einer mitteleuropäischen Waldzone mit dichten Beständen und offenen Wasserflächen.
Das Gebiet wurde 1990 unter Schutz gestellt, nachdem es während der DDR-Zeit als behördliches Jagdrevier genutzt worden war. Diese frühere Nutzung als Jagdgebiet trug paradoxerweise zur Bewahrung der natürlichen Strukturen bei, da es vom Publikum abgeschirmt blieb.
Der Wald ist Teil eines europaweiten UNESCO-Schutzprogramms für ursprüngliche Buchenwälder, das die ökologische Bedeutung dieser Waldtypen würdigt. Besucher können hier eine der letzten natürlichen Waldlandschaften Europas erleben, die seit Jahrhunderten wenig menschliche Veränderung erfahren hat.
Das Gebiet lässt sich über ausgeschilderte Wanderwege erkunden, die verschiedene Einstiegspunkte in den Gemeinden Angermünde, Joachimsthal und den umliegenden Orten bieten. Die Wege führen durch unterschiedliche Waldtypen und ermöglichen das Erleben der Landschaft in eigenem Tempo.
Wissenschaftler entdeckten hier während einer Forschungsexpedition mehrere bislang unbekannte Mückenarten, was zeigt, wie wenig erforscht dieses waldgebiet ist. Solche Funde belegen, dass isolierte und ungestörte Waldbereiche noch immer Lebensräume mit neuer biologischer Vielfalt bergen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.