Ruhraue Witten-Gedern, Naturschutzgebiet in Witten und Herdecke, Deutschland.
Das Schutzgebiet Ruhraue Witten-Gedern erstreckt sich über 85 Hektar entlang der Ruhr und vereint Wiesen, Weiden, Schilfbeete und zwei alte Eisenbahndämme in einer zusammenhängenden Landschaft. Das Gelände bildet eine feuchte Niederung mit ausgedehnten Grasflächen, auf denen Rinder und Pferde grasen, während Schilfstreifen das Ufer säumen.
Das Gebiet erhielt 1984 als Teil einer regionalen Landschaftsplanungsinitiative den offiziellen Schutzstatus und wurde mit der Kennung EN-006 katalogisiert. Die beiden Eisenbahndämme stammen aus dem späten 19. Jahrhundert und prägen bis heute die physische Struktur des Raums.
Der Ort trägt den Namen der Geder, einem lokalen Bachsystem, das die Landschaft prägt. Besucher sehen Weidetiere, die frei auf den Wiesen grasen und das Landschaftsbild natürlich formen.
Ein erhöhter Fuß- und Radweg verläuft entlang der alten Eisenbahndämme und bietet gute Sicht auf das Gelände mit informativen Tafeln an verschiedenen Stellen. Der Weg ist einfach zu begehen und ermöglicht bequeme Naturbeobachtung ohne großen körperlichen Aufwand.
Im Gebiet haben sich über einhundert Vogelarten angesiedelt, darunter Arten, die in dieser Region selten zu sehen sind. Gleichzeitig dienen die Gederwiesen als Schutzzone für Trinkwasserquellen, was die Mehrfachnutzung dieses Ortes zwischen Naturschutz und Wasserversorgung zeigt.
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