Palais Woronzow, Stadtpalais im Stadtteil Altstadt, München, Deutschland.
Der Palais Woronzow ist ein dreigeschossiges Stadtpalais im Altstadt-Viertel von München mit zehn Achsen und einer rustikierten Fassade im Erdgeschoss. Das Gebäude besticht durch dekorative Stuckelemente zwischen den vier Fenstern auf jeder Etage und zeigt charakteristische Merkmale des Klassizismus.
Errichtet zwischen 1807 und 1808 unter der Leitung des Baumeisters Franz Ignaz Kirchgrabner, wurde der Palast 1823 umgebaut, um einen Ballsaal auf der ersten Etage einzurichten. Diese Umgestaltung spiegelt seinen Wandel von einer reinen Residenz zu einem Zentrum für gesellschaftliche Veranstaltungen wider.
Der Palast war lange Zeit ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in München, wo sich Münchner Gesellschaft zu Feiern und Empfängen traf. Die prächtige Ausstattung und die zentrale Lage in der Altstadt machten ihn zu einem bevorzugten Ort für kulturelle Veranstaltungen der Oberschicht.
Das Gebäude beherbergt heute ein Büro der Bayrischen Judikatur und ist nicht für Besichtigungen durch die Öffentlichkeit zugänglich. Besucher können die Fassade und Architektur von außen betrachten und das Gebäude in seiner städtebaulichen Umgebung erkennen.
Ein Besuch des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph am 12. Oktober 1825 war einer der letzten öffentlichen Auftritte des Monarchen vor seinem Tod am nächsten Tag. Diese historische Begegnung macht den Palast zu einem Zeuge der Endtage einer Ära der münchner Herrschaft.
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