Pillnitzer Kamelie, Historischer Baum in den Pillnitzer Schlossgärten, Deutschland
Die Pillnitzer Kamelie ist ein beeindruckender Strauch mit einer Höhe von etwa 9 Metern und einer Krone von rund 12 Metern Durchmesser, der in den Gärten des Schlosses Pillnitz steht. Jedes Jahr bringt sie von Februar bis April Tausende karminrote Blüten hervor, die den Garten mit Farbe erfüllen.
Der Gärtner Terscheck pflanzte die Kamelie 1801, was sie zu einem der ältesten Exemplare in Europa macht, das nun etwa 250 Jahre alt ist. Ihre lange Existenz spiegelt die Beständigkeit der königlichen Gartenkultur und die sorgfältige Pflege über Generationen hinweg wider.
Der Baum steht für die Leidenschaft europäischer Königshöfe des 18. Jahrhunderts für exotische Pflanzen aus fernen Ländern. Besucher sehen heute noch, wie solche seltenen Gewächse in speziellen Gärten gepflegt wurden, um die Macht und den Reichtum der Herrscherfamilien zu zeigen.
Während der kälteren Monate wird ein mobiles Glashaus mit einem Gewicht von etwa 54 Tonnen über den Baum gestellt, um ihn vor Frost zu schützen. Das Innere wird künstlich belüftet und geheizt, um die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten.
Der Strauch überstand einen Brand seiner früheren hölzernen Schutzkonstruktion, wobei Wasser der Feuerwehrleute im darauffolgenden Frost eine schützende Eishülle um ihn bildete. Dieses unerwartete Ereignis verdeutlicht die Widerstandskraft dieser beeindruckenden Pflanze gegenüber extremen Bedingungen.
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