Nordfriedhof, Denkmalgeschützter Friedhof im Stadtteil Albertstadt, Dresden, Deutschland.
Der Nordfriedhof ist ein Friedhof mit Grabanlagen und einer Gedenkkapelle aus dem Jahr 1902, gelegen an der südwestlichen Grenze der Dresdner Heide. Die Anlage erstreckt sich über ein größeres Areal und verbindet Bestattungsplätze mit einem denkmalgeschützten Bauwerk.
Der Friedhof wurde 1900 ursprünglich als Garnisonfriedhof für Militärpersonal gegründet und entwickelte sich später zu einem zivilen Bestattungsplatz. Nach beiden Weltkriegen barg er Tausende von Gräbern und wurde zu einem Ort der Erinnerung an militärische und zivile Opfer.
Jedes Jahr finden hier Gedenkveranstaltungen statt, um an die Widerständler vom 20. Juli 1944 und andere Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Der Ort zeugt von der Rolle, die dieser Friedhof in der Aufarbeitung der deutschen Geschichte spielt.
Der Friedhof ist leicht zugänglich und kann zu Fuß von verschiedenen Eingängen aus betreten werden. Besucher sollten beachten, dass die Betriebszeiten je nach Jahreszeit unterschiedlich sind und angemessenes Verhalten am Ort erwartet wird.
Ein großes Kolumbarium von etwa 5500 Urnen aus den 1950er und 1960er Jahren dokumentiert den Wandel von einem Militärfriedhof zu einem zivilen Bestattungsort. Diese Anlage zeigt, wie sich die Nutzung des Friedhofs nach dem Krieg grundlegend veränderte.
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