Reiterleskapelle, Kapelle bei Waldstetten, Deutschland
Die Reiterleskapelle ist eine kleine Wegkapelle auf einem Hügel bei Waldstetten in der Schwäbischen Alb, auf rund 640 Metern Höhe. Sie liegt zwischen den Anhöhen Rechbergle und Graneggle und ist von einer alten Linde umgeben, die dem Gebäude ein markantes Erscheinungsbild verleiht.
Die Kapelle wurde 1714 errichtet, wie eine Inschrift am Türsturz belegt. Die alte Linde neben dem Gebäude deutet jedoch darauf hin, dass an dieser Stelle bereits um das Jahr 1600 eine frühere Andachtsstätte bestanden haben könnte.
Die Kapelle ist dem Heiligen Leonhard geweiht, dem Schutzpatron der Bauern und Pferde, und eine Holzfigur im Inneren zeigt ihn mit Abtsstab und Buch. Wer das Gebäude besucht, bemerkt schnell, dass es für die umliegenden Dorfgemeinschaften bis heute ein Ort des Gebets und der Andacht geblieben ist.
Markierte Wanderwege führen von Waldstetten zur Kapelle hinauf, der Anstieg ist steil und erfordert festes Schuhwerk. Wer früh am Morgen aufbricht, hat die Strecke meist für sich und kann die Aussicht in aller Ruhe genießen.
Die Kapelle liegt genau dort, wo sich mehrere Wanderwege kreuzen, darunter der Jakobsweg, und Pilger können hier ihren Credencial-Pass abstempeln lassen. Das macht den Ort zu einem Treffpunkt für Menschen, die ganz unterschiedliche Wege durch Europa gehen.
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