Plagefenn, Naturschutzgebiet in Chorin, Deutschland.
Das Naturschutzgebiet Plagefenn ist ein Schutzraum für Moore und Seen im Chorin-Gebiet, das zwei Seen und ausgedehnte Moorlandschaften umfasst. Wanderwege führen durch die verschiedenen Lebensräume und erschließen die Vielfalt dieser Landschaft.
Das Gebiet wurde 1907 unter Schutz gestellt und zählt damit zu den ältesten Naturschutzgebieten Norddeutschlands. Diese frühe Anerkennung des Schutzbedürfnisses setzte einen Maßstab für die Naturschutzidee in der Region.
Die Zisterzienser-Mönche hinterließen sichtbare Spuren in Form von Entwässerungsgräben, die auch heute noch das Landschaftsbild prägen. Diese alten Kanäle zeigen, wie Menschen einst die Sümpfe nutzen wollten, bevor die Flächen später unter Schutz gestellt wurden.
Das Gelände hat mehrere Wanderwege unterschiedlicher Länge, darunter eine etwa 12 Kilometer lange Runde ab Liepe mit mäßiger Schwierigkeit. Gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind sinnvoll, da Teile des Weges durch mooriges und feuchtes Terrain führen.
Das Gebiet entstand aus einer Gletscherzunge während der Weichsel-Eiszeit und bildet heute ein Mosaik von Seen und Mooren, das selten in dieser Form zu finden ist. Diese glaziale Herkunft macht das Landschaftsgefüge besonders anfällig für Veränderungen im Wassermanagement.
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