Roter Turm, Mittelalterlicher Wehrturm nahe dem Isartor, München, Deutschland
Der Rote Turm war eine Festungsanlage an der westlichen Brückenkopfposition der Isabrücke und bildete einen wesentlichen Bestandteil von Münchens mittelalterlicher Flussverteidigung. Das Bauwerk stand an der Kreuzung zwischen Ludwigsbrücke und Zweibrückenstraße, wo es die Durchfahrt kontrollierte und die Flussüberquerung schützte.
Die Wieße wurde zwischen 1517 und 1519 von Münchener Behörden errichtet und initial als Neuer Turm bei der Isarbrücke benannt, um die Flussübergänge zu verstärken. Das Bauwerk erlebte bedeutende Beschädigungen durch französisch-österreichische Artilleriegefechte 1796 und wurde schließlich 1804 vollständig abgerissen.
Der Name "Roter Turm" verweist auf die rote Färbung, die das Bauwerk über Jahrhunderte prägte, und spiegelt die mittelalterliche Befestigungstradition Münchens wider. Die Lage nahe der Isarbrücke machte ihn zu einem markanten Punkt im Stadtbild, den Bewohner und Reisende als Orientierungspunkt wahrnahmen.
Das Grundstück, wo die Wieße einst stand, befindet sich an einem belebten Verkehrspunkt im Zentrum Münchens und ist zu Fuß leicht erreichbar. Der Ort ist heute geprägt von modernen Gebäuden und Straßenverkehr, sodass Besucher sich bewusst an die historische Lage orientieren müssen, um das ehemalige Bauwerk zu lokalisieren.
Das Bauwerk erlebte 1705 eine unerwartete Episode, als Bauern der Oberländer Bauernaufstand den Turm während ihres Aufstands gegen lokale Behörden besetzten. Dieses Ereignis zeigt, wie wichtig die strategische Position war, die sogar rebellische Kräfte anzog, um Kontrolle über die Stadt auszuüben.
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