Rückhaltebecken Stöhna, Naturschutzgebiet in Sachsen, Deutschland.
Das Rückhaltebecken Stöhna ist ein Naturschutzgebiet in der sächsischen Region Rötha-Böhlen mit etwa 293 Hektar Feuchtgebiet, das aus verschiedenen Biotopen besteht. Die Landschaft umfasst Schilfbetten, flache Wasserzonen, Inseln, Schlammbänke, Weidengebüsche und Grünland, die zusammen einen vielfältigen Lebensraum schaffen.
Das Gebiet entstand aus einem ehemaligen Tagebau, der zwischen 1972 und 1977 in ein Hochwasser-Rückhaltebecken umgewandelt wurde. Diese Umgestaltung war Teil eines größeren Wassermanagementsystems an der Unteren Pleiße.
Das Gebiet trägt den Namen des Dorfes Stöhna, das 1956 wegen des Bergbaus umsiedelt wurde und heute nur noch in dieser Bezeichnung weiterzubesteht. Der Name erinnert an die Menschen, die hier lebten, bevor die Landschaft ihre heutige Form annahm.
Das Becken ist gut zugänglich über Wege, die sich durch das Gelände ziehen und verschiedene Beobachtungspunkte bieten. Die beste Zeit zum Besuchen ist im Frühling und Herbst, wenn viele Vogelarten hier rasten und brüten.
Das Becken spielt eine doppelte Rolle: Es schützt nicht nur Vogellebensräume, sondern reguliert auch Hochwasserspitzen der Pleiße durch kontrolliertes Speichern von Wasser. Diese Kombination aus Naturschutz und praktischer Wasserwirtschaft ist für die Region besonders wichtig.
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