Scheibenfibel von Tangendorf, Eisenzeitliche Scheibenfibel im Archäologischen Museum Hamburg, Deutschland
Die Tangendorf-Scheibenfibula ist ein eisenzeitliches Schmuckstück mit einem silbernen Scheibchen, das feuervergoldet wurde und auf einer Kupferplatte befestigt ist. Der Schmuck misst etwa 6 Zentimeter im Durchmesser und zeigt auf seiner Rückseite eine vierbeinige Tierfigur.
Die Fibula wurde 1930 in einem Grabhügel in der Nähe von Tangendorf ausgegraben und geriet daraufhin in Vergessenheit. Erst 1938 wurde das Stück wiederentdeckt, als es in Privatbesitz wieder auftauchte.
Die Brosche zeigt eine Tierfigur auf der Rückseite, die von einem Ornamentring umgeben ist, welcher römische Kunstformen widerspiegelt. Diese Mischung aus lokaler Handwerkskunst und südlichen Einflüssen erzählt von Kontakten, die es in dieser Zeit gab.
Das Schmuckstück befindet sich im Archäologischen Museum Hamburg und wird zusammen mit vielen anderen Funden aus der Region präsentiert. Besucher können es in der Dauerausstellung sehen, die sich mit der frühen Geschichte Norddeutschlands befasst.
Das Wappentier der Stadt Toppenstedt zeigt seit 2002 eine stilisierte Version dieser Fibula, was dem kleinen Schmuckstück ein Denkmal in der Stadtidentität setzt. Die Wahl ist eine ungewöhnliche Anerkennung eines archäologischen Fundes durch die Gemeinde.
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