Schlangenberg, Berg im Rheinischen Schiefergebirge
Der Schlangenberg ist ein etwa 276 Meter hoher Hügel in Stolberg, der von Wäldern und offenen Flächen umgeben ist. Das Gelände zeigt tiefe Senken, felsige Hänge und kleine ebene Bereiche, auf denen alte Gruben und Gräben sichtbar sind, die auf die bergbauliche Vergangenheit hinweisen.
Die Geschichte des Schlangenberg reicht etwa 400 Millionen Jahre zurück, als sich hier eine Kalksteinschicht bildete und wertvolle Minerale wie Galmei entstanden. Kelten und später Römer begannen, diese Ressourcen zu nutzen, und intensive Bergbauaktivitäten prägten die Region besonders vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.
Der Schlangenberg ist Heimat einer einzigartigen Pflanzenwelt, die nur auf metallhaltigem Boden gedeiht - die sogenannte Galmeiflora. Besucher können seltene Arten wie das Galmei-Veilchen und das Galmei-Täschelkraut entdecken, die sich an die extremen Bedingungen angepasst haben und das Gepräge dieser Landschaft prägen.
Der Zugang erfolgt über den Parkplatz Am Tomborn, von dem aus kurze Wanderwege in das Schutzgebiet führen. Der Aufstieg auf den namensgebenden Berg ist zwar steil, aber nicht lang und bietet von oben weite Blicke über die Landschaft.
Eine Besonderheit ist die Existenz von über 300 Schmetterlingsarten sowie seltener Vögel wie die Heidelerche, die sich an die metallhaltige Bodenumgebung angepasst haben. Der Ort bleibt trotz industrieller Vergangenheit ein wichtiges Refugium für spezialisierte Flora und Fauna, wo sich Natur kontinuierlich an extreme Bedingungen anpasst.
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