St. Gertraud, Kirchengebäude in Passau
St. Gertraud ist eine neoklassizistische Kirche in Passau-Innstadt, die sich in der Nähe des Inns befindet und durch ihre schlichte, ausgewogene Architektur mit Säulen und symmetrischen Proportionen geprägt ist. Das Innere zeigt sparsame, aber sorgfältig gestaltete Dekoration mit hohen Decken und klaren Linien, die von einer 1450er-Jahre-Madonna bis zu Gemälden aus dem 17. Jahrhundert reichen.
Die Kirche entstand ursprünglich 1301 als Hospitalkirche für ein Spital und wurde ab 1787 zur Pfarrkirche von Passau-Innstadt umfunktioniert. Nach schweren Brandschäden 1809 erfolgte ein umfassender Wiederaufbau um 1815 bis 1816 unter Leitung von Augustin Allgeyer und dem Bildhauer Christian Jorhan dem Jüngeren, wobei die heutige neoklassizistische Form entstand.
Die Kirche ist dem Heiligen Severin geweiht, obwohl sie nach Sankt Gertrud benannt ist, was auf ihre wechselvolle Geschichte hinweist. Die Pfarrei Passau-Innstadt nutzt diesen Ort bis heute als Versammlungsort für religiöse Feiern und gemeinschaftliche Zusammenkünfte.
Die Kirche liegt an der Kirchenplatz im Innstadt-Viertel und ist leicht vom Ufer des Inns aus zu erreichen, was sie zu einem natürlichen Halt bei einem Spaziergang entlang des Flusses macht. Der Ort ist ruhig und gemächlich, mit friedlichen Straßen in der Nähe, obwohl die Gegend während Marktzeiten und Festen belebter wird.
Das Gebäude wurde nach schweren Zerstörungen in völlig neuem Stil wiederaufgebaut, was bedeutet, dass die sichtbare Architektur jünger ist als die tatsächliche Tradition des Ortes selbst. Leopold Hafner gestaltete die modernen Inneneinrichtungen später noch einmal um, wodurch die Kirche eine Mischung aus verschiedenen Epochen darstellt, die ihre wechselvolle Geschichte widerspiegelt.
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