St. Martinus, Neugotische Kirche in Erkelenz, Deutschland
St. Martinus in Borschemich war eine neugotische Kirche mit einem Turm an der südwestlichen Ecke und einem einschiffigen Innenraum mit drei Jochen. Das Gebäude bot Platz für etwa 150 Sitzplätze und konnte zusätzliche Besucher im Stehen aufnehmen.
Das Gebäude entstand 1906 bis 1907 nach Plänen des Architekten Heinrich Renard und ersetzte eine mittelalterliche Kirche, die seit dem 12. Jahrhundert an dieser Stelle stand. Die Pfarrei endete 2014, und das Bauwerk wurde 2016 abgerissen, um einem Tagebau Platz zu machen.
Die Kirche war ein Treffpunkt für die Gemeinde Borschemich und prägte das Dorfbild über hundert Jahre lang. Ihre modernen Buntglasfenster zeigten künstlerische Werke, die dem Raum nach dem Krieg neue Schönheit verliehen.
Der Ort ist heute nicht mehr vorhanden, da das Gebäude zur Vorbereitung des Tagebaus entfernt wurde. Besucher finden an diesem Standort nur noch die umgestaltete Landschaft des ehemaligen Dorfes.
Die Kirchenglocken wurden nach der Abbruchentscheidung in eine neue Kapelle in Borschemich-neu verbracht und setzten das religiöse Leben des ehemaligen Dorfes fort. Diese Überführung bewahrt ein Stück Geschichte der Gemeinde, die sonst durch den Bergbau verloren gegangen wäre.
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