Steinerne Agnes, Natürliche Felsformation in Bischofswiesen, Deutschland.
Steinerne Agnes ist eine Dolomitfelsnadel im Lattengebirge bei Bischofswiesen in Bayern, die sich auf etwa 1300 Metern Höhe über den Wald erhebt. Der Fels ist rund 20 Meter hoch und 10 Meter breit und ragt als freistehende Säule aus dem Hang heraus.
Der Fels wurde 1929 erstmals bestiegen und gehört damit zu den früh erschlossenen Kletterzielen der bayerischen Alpen. Im Jahr 2006 erhielt er offiziell den Status eines Geotops, was seine Bedeutung für die regionale Geologie anerkennt.
Der Name der Felsnadel geht auf eine alte Legende zurück: Eine fromme Sennerin namens Agnes soll sich durch Versteinerung vor einem unerwünschten Verehrer gerettet haben. Diese Geschichte wird in der Region noch heute erzählt und gibt dem Felsen seinen besonderen Charakter.
Der Fels ist über markierte Wanderwege erreichbar, wobei der Aufstieg durch den Wald recht steil ist und festes Schuhwerk erfordert. Ein Besuch bei trockenem Wetter ist empfehlenswert, da die Pfade nach Regen rutschig werden können.
Die charakteristische Pilzform des Felsens entsteht dadurch, dass weichere Gesteinsschichten schneller verwittern als die härteren darüber, sodass der obere Teil breiter bleibt als der untere. Dieser Erosionsprozess ist an dieser Formation besonders gut ablesbar und macht sie zu einem anschaulichen Beispiel für die Geologie der Alpen.
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