Transportbehälterlager Gorleben, Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Niedersachsen, Deutschland.
Das Kernkraftwerk Gorleben ist eine Zwischenlageranlage für radioaktive Abfälle in Niedersachsen mit speziellen Lagerhallen zur Lagerung von Transportbehältern mit hochaktivem Material aus deutschen Kernkraftwerken. Die Anlage bewahrt derzeit 113 Behälter auf, darunter abgebrannte Brennelemente und verglasten Müll aus französischen Wiederaufbereitungsanlagen.
Die Anlage wurde 1982 als Kernstück der deutschen Kernkraftabfallstrategie gegründet, aber geologische Untersuchungen zeigten später Stabilitätsprobleme des Salzdomes. 2020 entfernte die Bundesregierung den Standort aus der Betrachtung für ein dauerhaftes Endlager.
Der Ort ist seit Jahrzehnten Schauplatz von Protesten, bei denen Bürger gegen die Lagerung radioaktiver Abfälle demonstrieren. Diese Auseinandersetzungen haben sich zu einer wichtigen Bewegung für Umweltschutz in der Region entwickelt.
Das Gelände befindet sich in einem abgelegenen Gebiet und ist nicht öffentlich zugänglich, da die strikte Sicherheit an der Grenze zwischen Industrie und Natur problematisch ist. Besucher können die Umgebung erkunden oder an geführten Informationsveranstaltungen teilnehmen, um mehr über die Anlage zu erfahren.
Die Anlage war jahrzehntelang das Flaggschiff der deutschen Kernkraftpolitik, wurde aber nach der Neubewertung im Jahr 2020 stillschweigend zu einem Symbol für den Wandel der Energiepolitik. Der Ort zeigt heute, wie auch etablierte infrastrukturelle Lösungen überdacht und aufgegeben werden können.
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