Ausgrabung der Republik Freies Wendland, Archäologische Ausgrabung in Gorleben, Deutschland.
Die archäologische Ausgrabung der Republik Freies Wendland befindet sich in einem Waldgebiet, wo Forscher Überreste hölzerner Strukturen und Alltagsgegenstände entdeckten. Das Gelände zeigt die physischen Spuren einer temporären Siedlung mit ihren verschiedenen Gebäudetypen und Ausstattungen.
Am 3. Mai 1980 besetzten rund 5.000 Atomkraftgegner die geplante Tiefbohrstelle 1004 bei Gorleben und riefen die Republik Freies Wendland aus. Sie errichteten etwa 120 Hütten aus Holz und Lehm, darunter ein achteckiges Freundschaftshaus von rund 30 Metern Durchmesser. Am 4. Juni 1980 räumte die Polizei das Camp mit etwa 3.500 Beamten und planierte die Hütten; anschließend wurde eine Tiefbohrung auf zwei Kilometer niedergebracht.
Die ausgegrabenen Gegenstände stammen aus der Protestbewegung Freie Republik Wendland und zeigen den Alltag der Bewohner durch Kochgeschirr, Getränkedosen und persönliche Besitztümer. Diese Funde geben Einblick in das Leben der Menschen, die hier zusammen gegen staatliche Pläne Widerstand leisteten.
Das Areal liegt auf einer Lichtung im Trebeler Forst zwischen Trebel und den späteren Atomanlagen bei Gorleben und ist über Waldwege erreichbar. Etwa 95 % sind heute mit rund 30-jährigem Stangenholz aus Laub- und Nadelbäumen bestanden; nur die Asphaltfläche der Tiefbohrstelle 1004, etwa 5 % des früheren Camps, ist frei zugänglich. Dort stehen zwei von der örtlichen Feuerwehr genutzte Löschwasserbrunnen.
Das Ausgrabungsgelände enthüllte ein großes achteckiges Gebäude, das viele Menschen aufnehmen konnte und mehrere spezialisierte Funktionen hatte. Diese Struktur zeigt, wie durchdacht die Siedlung trotz ihres temporären Charakters geplant wurde.
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