Theater am Goetheplatz, Denkmalgeschütztes Theater in Bremen-Mitte, Deutschland.
Das Theater am Goetheplatz ist die größte Spielstätte des Theaters Bremen und steht nach Norden ausgerichtet am Goetheplatz, am westlichen Ausgang des Ostertorsteinwegs. Der 1912–1913 von August Abbehusen und Otto Blendermann errichtete Bau ist neoklassizistisch und hat eine Säulenfront; beim Wiederaufbau 1950 wurden die Kolonnade erhöht, das hohe Walmdach entfernt und die Kapitelle vereinfacht, wodurch der Bau strenger wirkt. Es fasst bis zu 868 Zuschauer.
Das Schauspielhaus am Ostertor wurde am 15. August 1913 mit Oscar Wildes Eine Frau ohne Bedeutung eröffnet; erbaut hatten es August Abbehusen und Otto Blendermann für die private Bremer Schaubühne. Es ersetzte das Schauspielhaus am Neustadtswall, wo heute das Modernes steht. Nach den Kriegszerstörungen bauten Werner Commichau und Hans Storm die erhaltenen Grundmauern und die Säulenfassade wieder auf; am 27. August 1950 eröffnete das Haus mit Goethes Egmont.
Der Name des Hauses verweist auf den Goetheplatz, den Platz vor dem Gebäude, der selbst nach Johann Wolfgang von Goethe benannt ist. Wer eine Vorstellung besucht, bewegt sich also durch einen Stadtraum, der bewusst mit dem deutschen Literaturgut verknüpft wurde.
Das Theater liegt mitten im Stadtzentrum und ist von den meisten Punkten der Innenstadt gut zu Fuß erreichbar. Rund um den Goetheplatz gibt es mehrere Restaurants und Cafés, die sich für einen Besuch vor oder nach der Vorstellung anbieten.
Beim Wiederaufbau nach dem Krieg wurde die Bühne zurückgesetzt, um den Orchestergraben zu vergrößern und mehr Plätze zu schaffen; zudem baute man eine Drehbühne ein. 2007 kürte die Zeitschrift Opernwelt das Haus zum Opernhaus des Jahres. Seit 2005 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
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