Teufelssteine, Neolithisches Ganggrab in Heiden, Deutschland.
Das Dolmen Düwelsteene ist ein megalithisches Grabkammergrab mit einer Kammer von etwa 11,5 Meter Länge und 1,7 Meter Breite, erbaut aus massiven Steinblöcken. Die Struktur steht inmitten einer Kiefernwaldlandschaft und zeigt die typische Bauweise dieser prähistorischen Bestattungsanlage.
Das Bauwerk wurde zwischen 3470 und 2760 v. Chr. errichtet und gehört zur Trichterbecherkultur, einer prähistorischen Gesellschaft mit weit verbreiteten Bestattungstraditionen. Es stellt die südwestliche Grenze dieser kulturellen Ausbreitung dar und bezeugt die Verbindung zwischen entfernten prähistorischen Gemeinschaften.
Der Name Düwelsteene, "Teufelssteine", stammt aus Legenden, in denen der Teufel Steine fallen ließ, als er den Dom zu Aachen zerstören wollte. Diese Sage zeigt, wie Einheimische seit Jahrhunderten diese imposanten Felsblöcke mit übernatürlichen Kräften verbunden haben.
Das Grabmal befindet sich in einer Kiefernwaldlandschaft und ist über gekennzeichnete Wege erreichbar, wobei Informationstafeln die baulichen Details erläutern. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Boden uneben sein kann und die Wege durch naturbelassenes Gelände führen.
Die Steine, von denen einige bis zu sieben Tonnen wiegen, wurden während der Saale-Eiszeit von Gletschern aus Skandinavien an ihren heutigen Ort transportiert. Diese geologische Wanderung über tausende Kilometer zeigt, wie mächtige Naturkräfte die Landschaft formten, bevor Menschen diese Steine für ihre Bauten nutzten.
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