Villa Folke Bernadotte, Denkmalgeschützte Villa in Steglitz-Zehlendorf, Berlin, Deutschland
Die Villa Folke Bernadotte ist eine zweigeschossige Villa am Jungfernstieg 19 in Lichterfelde Ost, die 1885 bis 1886 nach Entwürfen von Reinhold Richard Hintz für den Bauherrn Emil Drenker errichtet wurde. Eine 1916 seitlich hinter der Villa gebaute Remise diente später als Garage. Seit 2006 unterhält der Verein Mittelhof e. V. in dem denkmalgeschützten Gebäude ein Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum.
Von 1928 bis 1945 betrieb der Physiker Manfred von Ardenne in der Villa sein Forschungslaboratorium für Elektronenphysik, in dem ihm die weltweit erste elektronische Bildzerlegung und -wiedergabe mit zeilenweiser Abtastung gelang. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten Soldaten der US-Armee das Haus als Jazzclub, bis es 1958 an den Bezirk Steglitz übergeben wurde.
Die Villa ist nach Folke Bernadotte benannt, dem 1948 in Jerusalem ermordeten schwedischen UN-Vermittler; der Bezirk Steglitz vergab den Namen 1958. Seit 2006 betreibt der Verein Mittelhof e. V. hier ein Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum mit Werkstätten, Gruppenräumen und einem Nachbarschaftscafé für die Anwohner.
Die Villa steht am Jungfernstieg 19 in der Ortslage Lichterfelde Ost. Träger ist heute der Verein Mittelhof e. V., der hier ein Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum unterhält; wer teilnehmen möchte, sollte sich vorab beim Verein erkundigen, da sich die Angebote vor allem an Kinder und Jugendliche richten.
Die Villa überstand die alliierten Luftangriffe und die Schlacht um Berlin unbeschadet, während das Wohngebäude auf dem Nachbargrundstück zerstört wurde. Danach nutzten Soldaten der US-Armee sie als Jazzclub, bis sie 1958 an den Bezirk Steglitz übergeben und nach Folke Bernadotte benannt wurde.
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