Volkshaus, Ehemaliges Gewerkschaftshaus und Behördengebäude in Walle, Bremen, Deutschland
Das Volkshaus ist ein 1928 erbautes ehemaliges Gewerkschaftshaus an der Ecke Hans-Böckler-Straße und Auf dem Kamp im Bremer Stadtteil Walle. Der Backsteinbau nach Plänen des Architekten Richard Jansen umfasste über 400 Räume, darunter Gewerkschaftssekretariate, eine Bibliothek, die Arbeiterkammer, eine Arbeiterbank und ein Jugendheim sowie Geschäftsräume für ein Hotel, ein Restaurant, eine Kegelbahn und ein Bestattungsinstitut. An der Fassade stehen sechs Nachgüsse von Plastiken Bernhard Hoetgers; heute nutzt das Amt für Soziale Dienste das Gebäude.
Das Gebäude entstand 1928 als Gewerkschaftshaus und wurde 1933 vom Nazi-Regime beschlagnahmt. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt es Beschädigungen, aus denen es später wieder aufgebaut wurde.
Der Name Volkshaus verweist auf die ursprüngliche Nutzung als gewerkschaftlich getragenes Zentrum mit Bibliothek, Arbeiterkammer und Jugendheim. An der Backsteinfassade sind sechs Nachgüsse aus Bernhard Hoetgers Zyklus „Das Leben unter dem Stigma der Arbeit“ zu sehen, die unterdrückte Arbeiter darstellen. Heute befindet sich im Gebäude das Sozialzentrum 2, zuständig für Walle und Gröpelingen.
Das Gebäude an der Ecke Hans-Böckler-Straße/Auf dem Kamp beherbergt heute eine Dienststelle des Amts für Soziale Dienste und das für Walle und Gröpelingen zuständige Sozialzentrum 2. Besucher kommen zu Sozialangelegenheiten, nicht zu Veranstaltungen; die Öffnungszeiten sollten vorab geprüft werden. Die Hoetger-Skulpturen an der Backsteinfassade sind von der Straße aus zu sehen.
Die acht Hoetger-Figuren an der Backsteinfassade wurden auf Beschluss des Bremer Senats vom 29. März 1933 abgenommen und „im Interesse der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ eingeschmolzen. Sechs von ihnen kehrten 1979 als Nachgüsse des Bildhauers Manfred Lohrengel zurück; die heute sichtbaren Arbeiter sind also Kopien.
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