Wallfahrtskirche Maria Hilf, Katholische Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg, Amberg, Deutschland
Die Wallfahrtskirche Maria Hilf in Amberg ist eine Barockkirche mit einer langgestreckten einschiffigen Halle und einem vertieften Chor, dessen Wände mit feinen Stuckarbeiten und großflächigen Fresken mit religiösen Motiven verziert sind. Das Innere zeigt die typische Ausstattung einer gehobenen Wallfahrtskirche mit reicher plastischer und malerischer Dekoration.
Die Wallfahrt geht auf 1633/34 zurück, als in Amberg während des Dreißigjährigen Kriegs die Pest wütete und die Stadt jährliche Wallfahrten zum Dank gelobte. Der Jesuitenrektor Caspar Hell stiftete eine Kopie des Mariahilf-Bildes von Lucas Cranach dem Älteren, das am 3. September 1634 im Turm der alten Burg auf dem 529 Meter hohen Berg aufgehängt wurde. Eine 1641 errichtete Votivkapelle erwies sich bald als zu klein; nach einem Brand, der das Bild verschonte, endete der Wiederaufbau 1651 mit der Weihe.
Der Wallfahrtsort entstand aus einer lokalen Verehrung für Maria, die sich über Generationen gefestigt hat. Besucher finden heute noch Pilger, die zur Kirche kommen, um ihre Gebete am Altar zu sprechen, und an Festtagen sammeln sich viele Menschen auf den Treppen und dem Vorhof.
Die Kirche steht auf dem 529 Meter hohen Mariahilfberg über Amberg; Pilger steigen traditionell zu Fuß über Wege und die Zufahrtsstraße vom Stadtgebiet auf. Die jährliche Bergfestwoche um das Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli) zieht Tausende Pilger an, Wege und Vorplatz sind dann stark besucht. Betreut wird der Ort von fünf polnischen Franziskanern aus Krakau, die seit dem 1. September 2007 im angrenzenden Kloster leben.
Der 529 Meter hohe Mariahilfberg trägt seinen Namen von der Wallfahrt selbst: Der Berg wurde nach dem Gnadenbild Mariahilf benannt, das P. Caspar Hell, Rektor des Jesuitenkollegs, 1634 stiftete. Es ist eine Kopie des Mariahilf von Lucas Cranach dem Älteren im Innsbrucker Dom und blieb beim Brand der ersten runden Kapelle verschont.
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