Wiesentalbrücke, Spannbetonbrücke für Straßenverkehr in Lörrach, Deutschland.
Die Wiesentalbrücke ist eine 1201 Meter lange Straßenbrücke aus Spannbeton der A 98 in Lörrach und die drittlängste Straßenbrücke Baden-Württembergs. Ihr vierspuriger Überbau verläuft im Grundriss bogenförmig und steigt nach Süden zum Hang hin an; sie überquert die Wiese, die B 317, den Landschaftspark Grütt und die Wiesentalbahn. Der Hohlkastenträger ruht auf erdbebensicher gegründeten Pfeilern.
Die Planung und der Bau begannen in den 1970er Jahren, wobei Arbeiter während der Bauarbeiten historische Kanonenkugeln von der nahen Rötteln-Burg fanden. Das Projekt war eine bedeutende Infrastrukturentwicklung für die Region.
Im Sommer 2010 gab die Stadt Lörrach die meisten Brückenpfeiler offiziell für legales Graffiti frei; die so entstandenen Pfeilerbilder wurden überregional als Bridge-Gallery bekannt. Die Werke werden auf den Betonpfeilern unter dem Überbau der A 98 gemalt.
Die Brücke trägt die vierspurige A 98 in einem Bogen, der nach Süden zum Hang hin ansteigt, und überquert dabei die Wiese, die B 317, den Landschaftspark Grütt und die Wiesentalbahn. Eine automatische Zählstelle am Ostportal erfasst den Verkehr: 2020 nutzten täglich rund 23.000 Fahrzeuge das Bauwerk, gut ein Zehntel davon Schwerlastverkehr. Am besten sieht man die Pfeiler von den Wegen im Grüttpark aus, unterhalb der Brücke.
Die Brücke wurde mit speziellen Verstärkungen gebaut, um Erdbeben zu widerstehen, da die Region eine der aktivsten seismischen Zonen in Deutschland ist. Diese ingenieurtechnische Besonderheit ist nicht auf den ersten Blick sichtbar, prägt aber die innere Struktur des Bauwerks.
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