Wasserwerk Altglienicke, Wasserwerk und Baudenkmal in Altglienicke, Berlin, Deutschland
Das Wasserwerk Altglienicke ist eine unter Denkmalschutz stehende Anlage in Berlin, die Wasser für mehrere Stadtteile bereitgestellt hat. Der Komplex besteht aus einem imposanten Backsteinturm und mehreren Betriebsgebäuden, die sich über ein großes, durch Bahngleise begrenztes Grundstück verteilen.
1904 bildeten Altglienicke, Adlershof und Grünau einen Wasserversorgungsverband und ließen das Werk an der Straße Am Falkenberg nach Plänen des Düsseldorfer Architekten Heinrich Scheven errichten. Im Frühjahr 1905 begannen die Bohrungen, am 1. April 1906 ging es in Betrieb; 1999 wurden die Brunnen geschlossen. Der Turm an der Schirnerstraße, 1912–1937 und 1945–1951 für Gottesdienste genutzt, wurde 1999 verkauft und ab 2021 zu Wohnungen ausgebaut.
Die Wassertürme und Maschinengebäude zeigen eine Mischung aus Industriearchitektur und dekorativen Details, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts typisch waren. Besucher können heute noch die Handwerkskunst in den Backsteinmauern und gestalterischen Elementen erkennen, die dem Gelände seinen besonderen Charakter geben.
Das Gelände ist von Bahnstrecken umgeben, daher lohnt sich ein Besuch idealerweise von Seiten zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die in die Nähe führen. Die Außenansicht bietet die beste Gelegenheit, die Architektur zu bewundern, da der Zugang zum Inneren begrenzt ist.
2005 wurde der Turmkopf abgerissen, weil das Mauerwerk um den Wasserkessel als einsturzgefährdet galt; jahrelang war der obere Teil mit einer weißen Kunststoffplane verhüllt. Ab 2021 wurde der Turm zum Wohngebäude ausgebaut, mit vier neuen Geschossen auf einer rund 2 m auskragenden Platte über dem verbliebenen Schaft.
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