Willehadi-Kirche, Romanische Wehrkirche in Wremen, Deutschland
Die St. Willehadi-Kirche ist ein einschiffiger romanischer Tuffsteinbau von um 1200 auf der Dorfwurt von Wremen; der Tuff aus dem Rheinland kam per Schiff, die Südwand wurde später in Backstein erneuert, die Nordwand blieb ganz in Tuff. Schiff und Chor sind durch Lisenen gegliedert, unter der Traufe läuft ein Rundbogenfries, und ein niedriger Chorbogen trennt den eingezogenen Rechteckchor. Der wuchtige Westturm aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts wurde 1914 bis zur Dachhöhe abgetragen und 1930 wieder auf 50 m aufgestockt, weshalb die Steinfarben sichtbar differieren.
Um 1200 entstand die Wehrkirche auf der Dorfwurt von Wremen aus exakt behauenem, per Schiff herangeführtem rheinischem Tuffstein; die Nordwand ist ganz in Tuff erhalten, die Südwand wurde später in Backstein erneuert. Der Westturm stammt aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts. 1914 trug man ihn aus militärischen Gründen bis zur Dachhöhe ab, damit er feindlichen Schiffen nicht den Weg in die Weser wies; 1930 wurde er wieder auf 50 m aufgestockt. Die unterschiedlichen Steinfarben sind bis heute zu sehen.
Die Kirche ist Willehad geweiht, einem Missionar aus Northumbria, der ab 772 bei den Sachsen predigte und erster Bischof von Bremen wurde. Der hölzerne Taufständer, 1738 von Eggerich Eggers gestiftet, trägt einen Deckel mit einer Christusfigur, die den Taufbefehl hält, umgeben von den vier Evangelisten und einer Taube. Das Gemeindegestühl und die Priechen im Chorraum aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind mit Bibeltexten und Namen beschriftet.
Die Kirche steht auf der Dorfwurt von Wremen, ihr Westturm ist aus dem umliegenden Marschland zu sehen. Die Nordwand bewahrt den ursprünglichen Tuffstein, während die Südwand und der wieder aufgemauerte obere Turm späteren Backstein und unterschiedliche Steinfarben zeigen. 1914 wurde der Turm bis zur Dachhöhe abgetragen, 1930 wieder auf 50 m aufgestockt.
Das Schiff über dem Mittelgang ist die Kuff „Wremen“, laut Quellen ein Modell des 19. Jahrhunderts. Es erinnert an die Sturmflut vom Februar 1962, die das Kirchspiel traf; gedacht wird damit der Bewahrung des Dorfes vor dieser Flut.
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