Gut Saxtorf, Herrenhaus in Rieseby, Deutschland
Gut Saxtorf ist ein dreiflügeliges, zweigeschossiges Herrenhaus aus rotem Backstein im neogotischen Stil, das 1852 auf den Grundmauern des abgebrannten Vorgängerbaus errichtet wurde. Die Seitenflügel tragen Treppengiebel, und zur Gartenseite steht hinter dem Gebäude ein etwa viergeschossiger Backsteinturm mit steinernem Geländer und Fialen an den Ecken. Das von Wassergräben und einem Park umgebene Haus ist in Privatbesitz und nicht für Besucher zugänglich.
Saxtorf wurde erstmals 1476 und 1499 erwähnt und war bereits im späten Mittelalter ein bedeutendes Adelsgut. 1509 wurde der Grundbesitz um Streugüter in der Risbyharde erweitert. Das 1648 begonnene Barockherrenhaus brannte am 26. Dezember 1847 nieder; das heutige neugotische Backsteingebäude wurde auf den erhaltenen Grundmauern wiederaufgebaut und 1852 nach Plänen von Friedrich Stammann fertiggestellt.
Das Herrenhaus zeigt die Bauweise Norddeutschlands mit seinem symmetrischen Aufbau und prägt das Landschaftsbild der Region. Es diente verschiedenen Adelsfamilien als Wohnsitz und Zentrum ihrer Güter über mehrere Generationen hinweg.
Die Anlage liegt in einer ländlichen Gegend und ist am besten zu Fuß oder mit dem Auto zu erreichen, da öffentliche Verkehrsmittel begrenzt sind. Besucher sollten vorher prüfen, ob ein Zugang möglich ist, da das Anwesen in Privatbesitz bleibt und nicht immer offen für die Öffentlichkeit ist.
Der Name Saxtorf geht auf das dänische Sakstorp zurück, 1499 erstmals belegt und vom Personennamen Sakse abgeleitet, nach altnordisch sax für Messer oder Schwert. Dieselbe Herkunft hat Savstrup in Angeln; auch sächsische Siedler könnten den Namen geprägt haben.
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